Italien Geschichte

Die Geschichte Italiens ist sehr bewegt und vielschichtig. Da vor allem Süd- und Mittelitalien bereits seit der Antike zu den wichtigsten europäischen Kulturzentren zählt, haben einige Völker ihre Spuren auch in der Geschichtsschreibung hinterlassen. Eine erste Blüte erlebte das Römische Reich, das aber nach dem Einfall der Langobarden zerfiel. Etwas später dominierten die Franken das Königreich Italien. Italiens Mitte und ein Teil des Nordens gehörten dann zum Heiligen Römischen Reich im Gegensatz dazu blieb der Süden recht lange byzantinisch und wurde schließlich von den Normannen erobert. Im 13. Jahrhundert herrschten im Süden das Geschlecht der Anjou und im Norden in eine Reihe von Stadtstaaten, die dem Heiligen Römischen Reich verbunden waren. In der Renaissance standen sich der Kirchenstaat, Florenz, Mailand und Venedig und das süditalienische Königreich unter spanischem Einfluss, im Machtkampf gegenüber. Spanien und Frankreich verfolgten lange ihre Interessen auf italienischem Boden und waren abwechselnd siegreich.
Nach der Französischen Revolution erklärte sich auch Napoleon zum König von Italien. Anschließend kam die Zeit des Risorgimento wo man die Zustände vor Napoleon wiederherstellte. Dank zahlreicher Freiwilligenverbände unter Garibaldi und der Savoyer, dem Geschlecht der Könige von Piemont-Sardinien gelang die Vereinigung zum Königreich Italien. Sogar koloniale Bestrebungen gab es zu dieser Zeit in Albanien, Dalmatien Griechenland und vor allem in Libyen und Abessinien. Während des Ersten Weltkriegs taktierte Italien geschickt und gewann Südtirol dazu. Unter Mussolini, dem Duce, ergab sich eine Kooperation mit Hitlers Drittem Reich. Nach dem Sturz der Faschisten schloss sich Italien den Alliierten an. Seit Kriegsende ist die politische Landschaft Italien bis heute geprägt von häufigen Regierungswechseln.